1. Franziskanischer Impuls

Wort/Geschichte

Pace e bene – Friede und Heil 

Woher es kommt

Der hl. Franz von Assisi ist bekannt dafür, dass ihm dieser Gruß besonders wichtig war. In seiner Ordensregel, aber auch in verschiedenen Briefen und in seinem Testament am Ende seines Lebens taucht immer wieder der Wunsch auf: Friede diesem Haus! Der Herr gebe dir Frieden! Er fordert auch seine Mitbrüder auf, den Menschen, egal wer es ist, mit diesem Wohlwollen zu begegnen und ihnen von Herzen Gutes zu wünschen.

Meditative Gedanken

Es ist beeindruckend zu sehen, dass in zwei kleinen Worten ein ganzes Lebensprogramm steckt. Wir erfahren und spüren auch heute, dass in unserer Welt nichts so sehr gebraucht wird wie Friede und Versöhnung. Es gibt soviel Unterschiedlichkeit zwischen den Menschen, soviel Streit, Hass und Gewalt. Wer am lautesten schreit, findet am meisten Gehör. Das Gute ist oft leise und geht unter. Es scheint nicht besonders reizvoll zu sein. Aber Gutes wünschen, und dafür Worte finden – das genügt oft schon, damit der Friede beginnen kann.

Friede wächst, wo wir einander gelten lassen, uns füreinander interessieren, uns gegenseitig Gutes gönnen. Unser Zusammensein fühlt sich anders an, wenn eine Atmosphäre der Offenheit, der Großzügigkeit und der Geduld da ist – in der Familie, in der Wohngruppe, im beruflichen Umfeld, in der Pfarrei, in der Stadt, im Netz … In so einer Umgebung kann ich auch nachvollziehen, was Heilsein bedeutet: mich wohlfühlen, Vertrauen spüren, frei atmen können mit Leib und Seele, gesund sein dürfen. So wächst der Friede auch im eigenen Herzen.

Persönliche Impulse für den Alltag

  • Ich kann mir diesen Gruß für diesen Monat besonders zu Herzen nehmen. Ihn immer mal wieder mir selbst zusprechen oder ihn als geschriebenes Wort an einer passenden Stelle in meiner Wohnung, in meinem Büro aufstellen.
  • Wenn ich unterwegs bin und Menschen begegne, kann ich ihnen, entweder still oder auch laut, mit meinen Worten Friede und Heil wünschen.
  • Ich achte in diesen Wochen darauf, wo ich Gutes erlebe – und „verdopple“ es, indem ich anderen davon erzähle.
  • Vielleicht gibt es gerade Personen, um die ich mich besonders sorge: für sie kann ich in meinem Herzen ein kleines Stoßgebet sprechen: Friede und Heil! Und ihnen meine Mitsorge durch eine kleine Geste zeigen.