Miteinander Sonntag feiern

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Vieles ist in dieser ungewöhnlichen Zeit nicht so möglich, wie wir es bisher gekannt haben. Das betrifft auch unsere gemeinsamen Gottesdienste. Wir können nicht wie gewohnt am Sonntag in der Kirche zusammenkommen. Das ist schade, aber es bedeutet auch, dass wir kreativ andere Formen praktizieren können. Es gibt Möglichkeiten, uns als Gemeinschaft im Glauben zu verbinden. Es gibt die sonntäglichen Gottesdienste im Fernsehen, es gibt Vorlagen für längere Wortgottesdienste und es soll bis auf Weiteres auch die Möglichkeit geben, in der Familie, der Hausgemeinschaft oder der Wohngruppe ein kleines Sonntagsritual zu feiern.

Für dieses Ritual finden Sie ab diesem Sonntag an dieser Stelle unter dem Titel „Miteinander Sonntag feiern“ Vorschläge zu den entsprechenden Sonn- und Festtagen. Sie können dieses Angebot zu der Zeit am Sonntag in Ihrer Gemeinschaft feiern, die für Sie stimmig ist (vor dem Frühstück, nach dem Frühstück, am Abend o.ä.). Es soll bewusst nicht zu lange dauern, etwa 10 bis 15 Minuten. Dieses kleine Ritual kann uns in besonderer Weise in dieser Zeit verbinden, uns Kraft und Mut geben.

 

Rainer Remmele (Geistlicher Direktor) 
Dr. Therese Winter  (Theologische Referentin)

 

Miteinander Pfingsten feiern!

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Ritual am Pfingstmontag, 1. Juni 2020:
Jesus erklärt, wie der Heilige Geist seinen Freunden hilft.

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  • Lied

„Unser Leben sei ein Fest “ Regens Wagner-Liederbuch Nr. 53

 

  • Gebet

Wir beginnen mit dem Kreuzzeichen:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 

Wir beten:

Gott!

Heute ist der Montag nach Pfingsten.

Wir haben heute noch einen Tag frei.

Wir müssen noch nicht zur Arbeit.

Wir freuen uns.

Wir danken dir.

Aber wir spüren auch:

Das Osterfest geht zu Ende.

Jetzt beginnt wieder der Alltag.

Ein Fest feiern, das ist schön.

Tag für Tag den Alltag gestalten, das ist schwer.

Wir bitten dich:

Begleite uns.

Schenke uns deinen Heiligen Geist.

Dein Heiliger Geist soll uns helfen den Alltag zu gestalten.

Dein Heiliger Geist soll uns an Jesus und an seine Auferstehung erinnern.

Dann wird unser Leben ein Fest.

Dann ist Jesu Geist in unseren Gedanken und Worten.

Dann ist Jesu Geist in unseren Werken.

Amen.

 

  • Evangelium: Johannes 15,26 - 16,3.12-15

 

 

Jesus sagt zu seinen Freunden:

Wenn ich bei meinem Vater im Himmel bin,
kommt für euch eine schwere Zeit.
Viele Leute jagen euch weg.
Weil ihr zu mir gehört.
Einige Leute wollen mit euch nichts zu tun haben.
Weil ihr zu mir gehört.
Die Leute denken, Gott will das so.
Die Leute wissen nicht, dass Gott ein guter Vater ist.
 
Gott sorgt für euch.
Gott ist immer bei euch.
Gott gibt euch Kraft.
Gott schickt euch den Heiligen Geist.
Durch den Heiligen Geist spürt ihr, dass ich bei euch bin.
Der Heilige Geist erinnert euch an alles, was ich gesagt habe.
Der Heilige Geist erklärt euch alles, was Gott euch sagen will.
Der Heilige Geist erklärt alles, was ihr jetzt noch nicht verstehen könnt.
Dann könnt ihr von meinem guten Vater im Himmel erzählen.
Dann glauben die Leute, dass Gott ein guter Vater ist.

 

 

  • Lied

„Hal-le-lu-hal-le-lu-ja, …“ Regens Wagner-Liederbuch Nr. 103.

 

  • Impuls

 

Jesus hat eine klare Meinung.

Jesus sagt, was er denkt.

Jesus sagt, was Gott denkt.

Jesus sagt, was Gott gefällt.

Jesus sagt auch, was Gott nicht gefällt.

Jesus ist klar.

 

Das gefällt nicht allen Menschen.

Manche Menschen tun sich schwer,

wenn jemand klipp und klar von Gott erzählt.

Deshalb sind manche Menschen böse auf Jesus.

 

Aber Jesus sagt nichts Falsches.

Jesus sagt nur all das, was er von Gott weiß:

Armen Menschen muss man helfen.

Schwache Menschen muss man aufbauen und stark machen.

Durstigen Menschen muss man etwas zum Trinken geben.

Mit hungrigen Menschen muss man sein Essen teilen.

Kranke Menschen darf man nicht allein lassen.

Traurige Menschen muss man trösten.

Man muss Menschen so behandeln, wie man selber behandelt werden möchte.

Das ist gut!

Das ist richtig und das ist wichtig!

 

Trotzdem sind manche Menschen böse auf Jesus.

Die Worte von Jesus zeigen, dass sie nicht gut zu den Armen sind.

Die Worte von Jesus zeigen:

Die Menschen müssen anders leben.

Die Menschen müssen sich ändern.

 

Die Jünger von Jesus erzählen auch von Gott.

Die Jünger von Jesus erzählen den Menschen alles, was Jesus ihnen gelehrt hat.

Die Jünger von Jesus erzählen klar und deutlich, was Jesus ihnen gelehrt hat.

 

Jetzt geht es den Jüngern, wie es Jesus ergangen ist.

Manche Menschen sind böse auf die Jünger.

Manche Menschen wollen, dass die Jünger schweigen.

Manche Menschen jagen die Jünger davon.

Manche Menschen drohen den Jüngern.

 

Jetzt erinnern sich die Jünger an ein Wort.

Jesus hat das Wort zu ihnen gesagt.

 

Habt keine Angst!

Wenn all das passiert, denkt an mich!

Vergesst nicht:

Gott sorgt für euch.
Gott schickt euch den Heiligen Geist.
Durch den Heiligen Geist spürt ihr, dass ich bei euch bin.
Der Heilige Geist erinnert euch an alles, was ich gesagt habe.
Der Heilige Geist erklärt euch alles, was Gott euch sagen will.
Der Heilige Geist erklärt alles, was ihr jetzt noch nicht verstehen könnt.
Dann könnt ihr weiter von meinem guten Vater im Himmel erzählen.

Dann könnt ihr weiter all das tun, was Gott für richtig hält.

Dann könnt ihr gut sein und den Menschen Liebe schenken.
Dann spüren alle Menschen:

Ihr seid Freundinnen und Freunde von Gott!

 

Nach dem Osterfest kommt für uns jetzt der Alltag.

Jetzt dürfen auch wir nicht vergessen, was Jesus uns gesagt hat.

Jetzt brauchen auch wir den Heiligen Geist.

Jetzt wollen auch wir miteinander leben, was Gott für gut und richtig hält.

Jetzt sind wir die Freundinnen und Freunde von Gott!

 

  • Fürbitten

Wir bringen vor Gott unsere Bitten:

Gott, wir bitten für alle Menschen, denen es heute nicht gut geht. (Schau auf sie!)

 

Gott, wir bitten für alle Menschen, die morgen wieder zur Arbeit gehen. (Schau auf sie!)

Gott, wir bitten für alle Menschen, die in einem Land leben, in dem es Krieg gibt. (Schau auf sie!)

Gott, wir bitten für alle Menschen, die Hunger und Durst haben. (Schau auf sie!)

Gott, wir bitten für alle Menschen, die krank sind. (Schau auf sie!)

Gott, wir bitten für alle Menschen, die jetzt ein wenig Urlaub haben. (Schau auf sie!)

Gott, wir bitten …. (Schau auf sie!)

+ (weitere freie Fürbitten möglich)

 

  • Vater unser

Wir beten miteinander (ohne Handfassung)

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot

gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben

unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich

und die Kraft

und die Herrlichkeit

in Ewigkeit. Amen.

 

  • Lied

„Du bist immer da“, Regens Wagner-Liederbuch Nr. 136.

 

 

Ritual für Pfingstsonntag,  31. Mai 2020:
Jesus haucht seine Freunde an, damit seine Freunde die Kraft von Gott bekommen.

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Bild: Dieter Bauer / Claudio Ettl /Paulis Mells, Die
Bibel in leichter Sprache. Evangelium der Sonnund
Feiertage im Lesejahr A © Verlag Katholisches
Bibelwerk GmbH, Stuttgart 2016

• Lied

„Die Sache Jesu braucht Begeisterte“, Regens Wagner-Liederbuch Nr. 51, 1-3

 
• Gebet

Wir beginnen mit dem Kreuzzeichen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.

Wir beten:
Gott!
Heute feiern wir das Fest des Heiligen Geistes.
Der Heilige Geist ist die Kraft,
die in Jesus steckt.
Der Heilige Geist belebt und erfrischt.
Der Heilige Geist schenkt uns neue Ideen.
Der Heilige Geist bewegt uns, Gutes zu tun.
Der Heilige Geist erfüllt uns mit Freude und Hoffnung.
Diese Kraft schenkt Jesus auch uns.
Wir freuen uns.
Wir danken dir.

Und wir bitten dich:
Gib uns Begeisterung und Mut,
deine Freunde zu sein.
Gib uns Begeisterung und Mut,
deinen Frieden an andere weiterzugeben.

Bleibe bei uns an diesem Festtag
und an allen Tagen, für immer.
Darum bitten wir dich
durch Jesus, unseren Freund und Bruder,
Amen.

 

• Evangelium: Johannes 20, 19-23


Jesus ist von den Toten auferstanden.
Aber seine Freunde können immer noch nicht richtig glauben,
dass Jesus lebt.
Acht Tage nach Ostern sind die Freunde von Jesus zusammen.
Die Freunde haben immer noch Angst.
Weil die Soldaten und Politiker Jesus umgebracht haben.
Die Freunde schließen alle Türen ab.
Plötzlich kommt Jesus.
Jesus stellt sich mitten unter seine Freunde.
Jesus sagt zu seinen Freunden:
Friede soll mit euch sein.
Dann zeigt Jesus den Freunden seine Hände.
Und Jesus zeigt seine Herz-Seite.
Die Freunde können die Verletzungen von der Kreuzigung sehen.
Da freuen sich die Freunde.
Weil es Jesus wirklich ist.
Jesus sagt noch einmal:
Friede soll mit euch sein.
Mein Vater hat mich zu den Menschen geschickt.
Damit ich den Menschen von Gott erzähle.
Jetzt schicke ich euch genauso zu den Menschen.
Wie das mein Vater bei mir gemacht hat.
Jesus haucht die Freunde an.
Dazu sagt Jesus:
Das ist der Atem von Gott.
Miteinander Sonntag feiern
Das ist die Kraft von Gott.
Die Kraft von Gott ist der Heilige Geist.
Ihr bekommt den Heiligen Geist.
Mit dieser Kraft könnt ihr den Menschen die Sünden vergeben.
Bringt Frieden zu den Menschen.

 

• Lied

„Die Sache Jesu braucht Begeisterte“, Regens Wagner-Liederbuch Nr. 51, 4-5.

 

• Impuls

Seit vielen Wochen ist unser Leben ganz anders geworden.
Das liegt an dem Virus Corona.
Vieles, was früher normal war, hat sich sehr verändert.
Wir dürfen uns nicht die Hand geben.
Wir sollen Abstand halten.
Wir müssen unseren Mund und die Nase bedecken.
Wir dürfen nicht in die Werkstatt gehen.
Wir sollen keine großen Feste feiern.
Das tut weh.
Das liegt an Corona.


Es ist doch komisch.
Wir können das Virus Corona nicht wahrnehmen.
Wir können Corona nicht sehen.
Wir können Corona nicht hören.
Wir können Corona nicht riechen.
Wir können Corona nicht anfassen.
Und trotzdem hat es die ganze Welt verändert.
Wir spüren die Auswirkungen von Corona auf alle Menschen.


So ähnlich ist es mit dem Heiligen Geist.
Wir können ihn nicht sehen.
Wir können ihn nicht hören.
Wir können ihn nicht riechen.
Wir können ihn nicht anfassen.
Und trotzdem verändert der Heilige Geist die Welt.
Der Heilige Geist ist eine starke Kraft.
Jesus schenkt uns, seinen Freunden, diese Kraft.
Diese Kraft spüren wir an den Auswirkungen auf die Menschen.
Es sind gute Wirkungen, die Jesus für unser Leben will.

Der Heilige Geist ist da,
wenn Menschen sich wieder versöhnen nach einem Streit,
wenn Menschen nach langer Trauer sich wieder freuen können,
wenn Menschen füreinander sorgen,
wenn Menschen gute Gedanken haben und sie auch sagen,
wenn Menschen besonders auf die Schöpfung achtgeben,
wenn Menschen füreinander beten.
Wir können den Heiligen Geist nicht sehen.
Aber wir dürfen ihn spüren.


Jesus sagt zweimal zu seinen Freunden:
Der Friede soll mit euch sein.
Der Friede ist Jesus ganz besonders wichtig.
Wo Frieden ist,
da ist das Leben schön.
Wo Frieden ist,
da dürfen wir vertrauen.
Wo Frieden ist,
da wird unser Herz ganz froh.
Wir dürfen danke sagen:
Für den Heiligen Geist
und für den Frieden, der bei uns beginnt.

 

• Fürbitten


Wir bringen vor Gott unsere Bitten:
Gott, wir bitten für alle Menschen, die heute Pfingsten feiern und die Kraft des Heiligen
Geistes erbitten. (Komm Heiliger Geist!)
Gott, wir bitten für alle Menschen, die sich einsetzen für den Frieden in der Welt.
(Komm Heiliger Geist!)
Miteinander Sonntag feiern
Gott, wir bitten für alle Menschen, die ohne Halt und Sicherheit leben müssen. (Komm
Heiliger Geist!)
Gott, wir bitten für alle Menschen, die unter Corona und den Folgen leiden. (Komm
Heiliger Geist!)
Gott, wir bitten für uns, in unseren Gruppen und Teams, um Frieden und Freundlichkeit.
(Komm Heiliger Geist!)
Gott, wir bitten für alle Verstorbenen, die sich das ewige Leben wünschen. (Komm Heiliger
Geist!)
Gott, wir bitten …. (Komm Heiliger Geist!)


+ (weitere freie Fürbitten möglich)

 

• Vater unser


Wir beten miteinander (ohne Handfassung)
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot
gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben
unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.


• Lied

„Du, Herr, gabst uns dein festes Wort“, Regens Wagner-Liederbuch Nr. 55

 

 

Ritual am 7. Sonntag der Osterzeit, 24. Mai 2020: Jesus betet für alle Menschen zu Gott

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Bild: Dieter Bauer / Claudio Ettl /Paulis Mells, Die Bibel in leichter Sprache. Evangelium der Sonn- und Feiertage im Lesejahr A © Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH, Stuttgart 2016

 

Lied

"Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen
sind “, Regens Wagner-Liederbuch Nr. 88

 

Gebet

Wir beginnen mit dem Kreuzzeichen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und
des Heiligen Geistes.

Wir beten:
Gott!
Heute ist Sonntag.
Der Sonntag ist dein Geschenk an uns.
Am Sonntag haben wir frei.
Am Sonntag sind wir frei.
Wir müssen nicht zur Arbeit.
Wir müssen nichts tun.
Wir können selber bestimmen, wie wir den Tag gestalten.
Wir können aufatmen.
Wir können ruhen und Kraft sammeln.
Wir können spielen und Spaß haben.
Wir können genießen und uns an vielen Dingen erfreuen.
Am Sonntag spüren wir:
Du, Gott, hast uns lieb.
Du, Gott, willst, dass es uns gut geht.
Du, Gott, freust dich mit uns am Leben.
Danke, Gott!
Amen.


Evangelium (Johannes 17,1-11a)


Jesus betet zu seinem Vater im Himmel.
Jesus sagt:
Vater.
Jetzt ist es soweit.
Jetzt gehe ich zu dir.
Vater.
Ich habe hier auf der Erde alles zu Ende gemacht.
Hier auf der Erde habe ich alles getan, was du mir gesagt hast.
Vater.
Du hast die Menschen lieb.
Darum hast du mich zu den Menschen geschickt:
Damit ich ihnen alles von dir erzähle.
Jetzt bin ich fertig.
Die Menschen haben gut zugehört.
Die Menschen haben ihre Herzen für dein Wort auf gemacht.
Die Menschen haben gemerkt, dass ich wirklich von dir komme.
Dass du mich wirklich geschickt hast.
Vater.
Jetzt gehe ich zu dir zurück.
Dann bin ich nicht mehr auf der Erde.
Weil ich bei dir bin.
Aber die Menschen sind noch auf der Erde.
Die Menschen sind noch in der Welt.
Aber du bist bei ihnen.
Beschütze die Menschen.

 

Lied


„Hallelu, Hallelu, Hallelu, Halleluja, preiset den Herrn “, Regens Wagner-Liederbuch Nr. 47.



Impuls


Manchmal ist unser Herz schwer.
Wir denken an Menschen, die wir gern haben.
Wir machen uns Sorgen:
Wie geht es ihnen wohl?
Was fehlt ihnen?
Was könnten sie brauchen?
Wenn die Menschen in unserer Nähe wohnen und leben,
dann ist es leicht.

Wir können zu ihnen gehen.
Wir können bei ihnen sein.
Wir können sie fragen.
Wir können mit ihnen sprechen.
Wir können für sie da sein.

Wenn die Menschen weiter weg wohnen und leben,
dann ist es viel schwerer.
Wir können an sie denken, aber wir können nicht bei ihnen sein.
Wir können mit ihnen fühlen und uns in ihre Situation hineindenken,
aber wir können sie nicht fragen und nicht mit ihnen sprechen.

Jesus geht es heute auch nicht so gut.
Jesus ist traurig.
Jesus macht sich Gedanken.
Jesus weiß:
Meine Zeit ist da.
Ich gehe wieder heim zum Vater.
Ich habe auf der Erde alles getan, was für mich zu tun war.
Mein Auftrag ist erfüllt.

Jesus denkt nach:
Wenn ich gehe, dann lasse ich all die vielen Menschen zurück.
Die Menschen sind mir ans Herz gewachsen.
Die Menschen habe ich lieb gewonnen.
Mein Herz ist schwer.

Aber beides geht nicht:
Heimgehen zum Vater.
Dableiben bei den Menschen.
Das geht nicht.
Das zerreißt mein Herz.
Das tut weh.
Was kann ich tun?

Da hat Jesus einen guten Gedanken:
Ich bete einfach.
Ich bete für die Menschen.
Ich lege alle Menschen Gott ans Herz.
Gott hat ein großes Herz.
Alle Menschen haben Platz in Gottes großem Herzen.
Gott liebt die Menschen.
Gott sorgt sich um die Menschen.
Gott beschützt die Menschen.

Jetzt ist das Herz von Jesus leicht.
Jetzt ist Jesus frei.
Jetzt kann Jesus gut gehen.
Für alle Menschen ist gut gesorgt.

Auch wir können beten.
Auch wir können Gott all die Menschen anvertrauen, die uns am Herzen liegen.
Wir können beten:
Gott, denk an sie!
Gott, lass sie nicht allein!
Gott, lass sie spüren, dass Du sie liebst.
Gott, lass sie spüren, dass ich sie gern habe.
Und plötzlich ist unser Herz ganz ruhig.

 

 

Fürbitten

 

Wir bringen vor Gott unsere Bitten:

+ Gott, wir vertrauen dir heute alle Menschen an.
Ganz besonders denken wir an unsere Angehörigen. (Denk an sie!)
Ganz besonders denken wir an unsre Freundinnen und Freunde. (Denk an sie!)
Ganz besonders denken wir an Menschen, die uns in dieser Woche begegnet sind. (Denk an sie!)
Ganz besonders denken wir an die Menschen, die krank sind und die es schwer haben. (Denk an sie!)
Wir denken auch an die Menschen, an die heute vielleicht niemand denkt (Denk an sie!)

+ (weitere freie Fürbitten möglich)

 

Vater unser

Wir beten miteinander (ohne Handfassung)

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot
gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben
unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

 


Lied

„Vom Anfang bis zum Ende“, Regens Wagner-Liederbuch Nr. 130

 

Ritual an Christi Himmelfahrt, 21. Mai 2020

Jesus geht zu seinem Vater in den Himmel

Bild: Dieter Bauer / Claudio Ettl /Paulis Mells, Die Bibel in leichter Sprache. Evangelium der Sonnund Feiertage im Lesejahr A © Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH, Stuttgart 2016

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Lied

„Gottes Liebe ist so wunderbar“
Regens Wagner-Liederbuch Nr.81

 

 

Gebet


Wir beginnen mit dem Kreuzzeichen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Wir beten:
Gott!
Wir sind zusammen vor dir.
Mitten unter der Woche.
Aber heute ist ein besonderer Tag.
Jesus geht zu seinem Vater.
Jesus steigt in den Himmel.
Jesus zeigt, dass er dir, Gott, besonders nahe ist.
Es ist gut, an dich zu denken.
Es ist schön, von dir zu hören.
Es ist gut, miteinander zu beten.
Wir bitten dich:
Komm mit deinem Heiligen Geist.
Sei in unserer Mitte.
Berühre unsere Herzen.
Mache neu unsere Gedanken,
schenke uns Freude und Frieden.
Darum bitten wir, durch Christus, unseren Herrn.
Amen.


Evangelium Matthäus 28, 16-20

Jesus sagt seinen Freunden,
dass sie die anderen Menschen taufen sollen

Jesus zeigt seinen Freunden,
dass er lebt.
Und dass er immer bei ihnen bleibt.
Auch wenn Jesus bei seinem Vater im Himmel ist.
Dafür will Jesus seine Freunde auf dem Berg treffen.

Die Freunde gehen auf den Berg.
Als sie Jesus sehen, freuen sie sich.
Die Freunde fallen vor Jesus nieder.
Einige Freunde aber denken:
Ist das wirklich Jesus?
Ist er wirklich auferstanden?

Jesus sagt zu den Freunden:
Ich gehe jetzt zu meinem Vater im Himmel.
Dann kann ich für euch noch mehr tun,
als vorher.
Ihr sollt allen Menschen von mir erzählen.
Alle Menschen sollen wissen.
dass ich sie lieb habe.
Alle Menschen sollen wissen,
dass ich für sie da bin.
Alle Menschen sollen hören,
was ich erzählt habe.
Alle Menschen sollen so leben,
wie ich es vorgemacht habe.

Darum sollt ihr alle Menschen taufen.
Taufen heißt:
Die Menschen in Wasser tauchen.
Und dabei beten.
Ihr sollt die Menschen taufen
im Namen von Gott:
Im Namen des Vaters.
Und im Namen des Sohnes.
Und im Namen des Heiligen Geistes.
Ich bin alle Tage bei euch.
Bis zum Ende der Welt.
Darauf könnt ihr euch verlassen.


Lied

„Die Sonne hoch am Himmelszelt“, Regens Wagner-Liederbuch Nr. 80

 

Impuls

Manchmal sagen Menschen:
„Ich fühle mich wie im Himmel.“
Sie meinen damit:
Mir geht es total gut.
Ich bin richtig glücklich.
Mir fehlt überhaupt gar nichts.
Ich habe liebe Freunde.
Ich habe keine Schmerzen.
Ich habe gutes Essen.
Ich habe Abwechslung und Freizeit.
Ich freue mich riesig.
Dieses schöne Gefühl soll nie wieder weggehen.
Das Leben ist himmlisch.

Jesus erzählt heute auch vom Himmel.
Im Himmel wohnt Gott, sein Vater.
Jesus fühlt sich wie im Himmel,
wenn er bei seinem Vater geborgen ist.
Jesus ist glücklich.
Jesus muss nicht mehr leiden.
Jesus darf leben und sich freuen.

So einen Himmel möchte Jesus auch für uns.
Deshalb sagt er zu seinen Freunden:
Wenn ich bei meinem Vater bin,
kann ich euch noch besser helfen.

Jesus sagt auch zu mir:
Du, hab keine Angst,
es gibt auch den Himmel für dich.
Wenn du nicht weiter weißt.
Wenn der Alltag langweilig ist.
Wenn das Leben schwer ist.
Wenn du dich mit anderen streitest.
Wenn es in deinem Herzen eng wird.
Gott will für dich da sein.
Gott schenkt dir Kraft und Freude.
Gott stärkt dir den Rücken.

Jesus erinnert uns an den Himmel.
Der Himmel öffnet meine Augen
und schenkt mir ein weites Herz.
Ich darf aufatmen.
Der Himmel fängt heute schon an.
Wenn Menschen wieder vertrauen.
Wenn der Alltag wieder bunt wird.
Wenn jemand sagt: ich mag dich.
Wenn Menschen beginnen, auf Jesus zu hören.
Wenn Menschen glauben und Gutes tun.

Jesus hat uns den Heiligen Geist versprochen.
Jesus lässt uns nicht allein.
Der Himmel beginnt im eigenen Herzen.
Das dürfen wir heute feiern.
Das verbindet uns mit allen Menschen,
die glauben und vertrauen.

 

Fürbitten

Wir bringen vor Gott unsere Bitten:
+ Gott, schenke uns deine Freude!
Wir beten für die Menschen, die heute unterwegs sind und Ausflüge machen.
Wir beten für die Menschen, die traurig sind und keine Freude spüren.
Wir beten für die Menschen, die heute arbeiten und keine freie Zeit haben.
Wir beten für die Menschen, die nicht an den Himmel glauben können.
Wir beten für die Menschen, die krank sind und Hilfe brauchen.
Wir bitten dich, erhöre uns!
+ (weitere freie Fürbitten möglich)

 

Vater unser

Wir beten miteinander (ohne Handfassung)
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot
gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben
unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

 

Lied

„Geh unter der Gnade“, Regens Wagner-Liederbuch Nr. 134

 

Ritual am 6. Sonntag der Osterzeit, 17. Mai 2020
Jesus verspricht den Heiligen Geist

 

Bild: Dieter Bauer / Claudio Ettl /Paulis Mells/ Anja Janik, Die Bibel in leichter Sprache. Evangelium der Sonn- und Feiertage im Lesejahr C © Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH, Stuttgart 2016

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Lied

„Du bist da, wo Menschen leben“ Regens Wagner Liederbuch Nr.102

 

Gebet

Wir beginnen mit dem Kreuzzeichen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Wir beten:
Gott!
Ich denke gern an dich.
Ich denke gern an deine Worte.
Ich denke gern an deine Taten.
Du schenkst uns gute Worte.
Du bist bei uns und stehst uns bei.
Auch in schwierigen Zeiten bist du da.
Auch in Gefahren lässt du uns nicht allein.
Heute ist Sonntag.
Es ist schön an dich zu denken.
Es ist schön von dir zu hören.
Es ist schön dich zu spüren.
Wir bitten:
Schenke uns Frieden.
Bleibe bei uns.
Amen.

 

Evangelium Johannes 14,23-29

Jesus verspricht den Heiligen Geist.

Einmal sagt Jesus zu seinen Freunden:
Ich bin nur noch kurze Zeit bei euch.
Deshalb sage ich euch noch einige wichtige Sachen:

Viele Menschen haben mich lieb.
Diese Menschen hören auf das, was ich erzähle.
Gott selber hat diese Menschen auch lieb.
Gott und ich werden immer bei diesen Menschen sein.

Ich habe euch schon viel von Gott erzählt.
Vieles ist schwer zu verstehen.
Einiges vergesst ihr wieder.

Darum sendet Gott den Heiligen Geist zu euch.
Der Heilige Geist hilft euch zu verstehen,
was ich von Gott erzählt habe.

Der Heilige Geist erinnert euch an alles,
was ich von Gott erzählt habe.

Dann habt ihr Frieden in eurem Herzen.
Ihr könnt in eurem Herzen immer beruhigt sein.
Weil ich immer in eurem Herzen bleiben werde.

Und wenn ich zu Gott zurückgehe:
Ich bleibe immer bei euch.

 

Lied

„Du bist da wo Menschen leben“, Regens Wagner-Liederbuch Nr. 102, 4. Strophe („Halleluja, Halleluja, …“).

 

Impuls

Hast du das schon gehört?
Hast du das schon gesehen?

So fragen wir einander, wenn wir etwas Neues oder etwas ganz Wichtiges gehört und gesehen haben.

Wir Menschen hören viel.
Wir Menschen sehen viel.

Manchmal hören wir zu viel.
Manchmal sehen wir zu viel.

Ich will nichts mehr hören!
Ich will nichts mehr sehen!
Ich hab genug!
Ich kann nicht mehr!

Es ist nicht leicht alles zu hören.
Es ist nicht leicht alles zu sehen.

Wir hören Menschen, die weinen.
Wir sehen Menschen, die traurig sind.

Wir hören Menschen, die schreien.
Wir sehen Menschen, die Hunger haben und Durst.

Wir hören Menschen, die klagen und protestieren.
Wir sehen Menschen, die leiden, weil Krieg ist, weil sie aus ihrer Heimat vertrieben werden.

Manche Dinge, die wir hören und sehen, verstehen wir nicht:

Auf der Welt gibt es so viel Reichtum und Geld und doch sind so viele Menschen so arm.
Auf der Welt gibt es so viel Getreide und Früchte und doch haben so viele Menschen Hunger.
Auf der Welt sehnen sich so viele Menschen nach Frieden und Gemeinschaft und doch gibt es immer wieder Krieg und Streit.
Wir Menschen haben nur diese eine Erde und doch gehen wir mit unserer Erde
und ihren Schätzen – dem Wasser, dem Boden, der Luft, der Umwelt – nicht gut um.

Heute verspricht uns Jesus Hilfe.
Jesus sagt:
Gott sendet den Heiligen Geist zu euch.
Der Heilige Geist hilft euch zu verstehen.

Der Heilige Geist erinnert euch an alles,
was ich von Gott erzählt habe.

Dann könnt ihr vieles besser begreifen.
Dann habt ihr Frieden in eurem Herzen.
Dann versteht ihr, wie Gott denkt.
Dann versteht ihr, was Gott sich von euch wünscht.
Dann versteht ihr, was ihr tun könnt, damit alle Menschen gut leben können.

Ja!
Wir Menschen brauchen Gottes Geist.

Ja!
Komm Geist von Gott!
Hilf uns verstehen.
Das Leben. Die Liebe. Die Menschen. Mich selber. Dich unseren Gott.

Ja!
Komm Geist von Gott!
Hilf uns verstehen.
Was tut gut? Was schadet? Was hilft? Was heilt?

Ja!
Komm Geist von Gott!
Öffne unsere Ohren, unsere Augen und unser Herz.
Wir wollen hören, sehen und gut handeln.

 

Fürbitten

Wir bringen vor Gott unsere Bitten:
+ Gott, wir vertrauen dir. Sende uns deinen Geist
Sende deinen Geist zu allen Menschen, die krank sind.
Sende deinen Geist zu allen Menschen, die viele Fragen haben und vieles nicht verstehen.
Sende deinen Geist zu allen Menschen, die nicht wissen, was sie tun sollen.
Sende deinen Geist zu allen Menschen, die nach dir, Gott, suchen und fragen
Wir bitten dich, erhöre uns!
+ (weitere freie Fürbitten möglich)

 

Vater unser

Wir beten miteinander (ohne Handfassung)
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot
gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben
unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

 

Lied

„Unser Leben sei ein Fest“ Regens Wagner Liederbuch Nr. 53

 

 

 

Ritual am 5. Sonntag der Osterzeit, 11. Mai 2020:
Jesus ist genauso wie Gott, der Vater im Himmel

Download (pdf, 0,5 MB) »

Bild: Dieter Bauer / Claudio Ettl /Paulis Mells, Die Bibel in leichter Sprache. Evangelium der Sonnund Feiertage im Lesejahr A © Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH, Stuttgart 2016

Lied 

„Lasst uns miteinander“ Regens Wagner Liederbuch Nr. 89


Gebet

Wir beginnen mit dem Kreuzzeichen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Wir beten:
Gott!
Eine neue Woche beginnt.
Wir sind dankbar, dass wir zusammen sind.
An jedem Sonntag dürfen wir feiern.
Wir erinnern uns daran,
dass Du da bist.
Wir wissen noch nicht,
was die neue Woche bringt:
Schönes oder Schweres,
Erfolge oder Probleme.
Aber wir vertrauen:
Du, Gott, bist immer für uns da,
ganz egal, was uns begegnet.
Das ist gut. Das macht uns Mut.
Wir bitten dich:
Sprich uns an mit deinem Wort.
Mach unser Herz hell und weit.
Öffne unsere Augen, damit wir im Glauben wachsen.
Darum bitten wir,
heute und für immer. Amen.


Evangelium (Johannes 14,1-12)

Einmal sagt Jesus zu seinen Freunden:
Im Haus von meinem Vater gibt es
viele Wohnungen.
Ich gehe zu meinem Vater im Himmel.
Ich bereite für euch eine Wohnung vor.
Wenn alles fertig vorbereitet ist,
komme ich wieder.
Ich hole euch ab.
Ich hole euch zu mir in das Haus von meinem Vater.

Das Ganze dauert etwas.
Aber wenn ich fertig bin,
hole ich euch ab.
Bleibt ganz ruhig in eurem Herzen.
Was ich versprochen habe, das halte ich.
Ich freue mich, wenn ihr da seid, wo ich bin.
Den Weg dahin kennt ihr schon.

Thomas, ein Freund von Jesus, sagt:
Jesus, wir wissen gar nicht, wohin du gehst.
Darum wissen wir auch den Weg nicht.

Jesus sagt zu Thomas:
Ich bin selber die Wahrheit.
Und ich bin selber das Leben.
Und ich bin selber der Weg.

Das bedeutet:
Ihr könnt nur zum Vater im Himmel kommen,
wenn ihr bei mir bleibt.
Weil ich der Weg bin.
Weil ich genau das tue, was der Vater im Himmel tut.
Ich bin genauso wie der Vater im Himmel.
Wenn ihr mich seht, dann seht ihr den Vater im Himmel.
Das sollt ihr glauben.

Jesus sagt feierlich:
Amen. Amen.
Wenn ihr an mich glaubt, dann könnt ihr tun,
was ich getan habe.
Dann könnt ihr so wie ich von Gott erzählen.
Dann könnt ihr tun, was ich getan habe.
Weil ich dafür sorgen werde.
Weil ich zum Vater gehe.
Und weil ich immer für euch da bin.
Genau wie mein Vater.


Lied

„Gottes Liebe ist so wunderbar“, Regens Wagner-Liederbuch Nr. 81 
  
 
Impuls
 

Jesus sagt zu seinen Freunden:
Bald werde ich nicht mehr da sein.
Bald könnt ihr mich nicht mehr so sehen und anfassen, wie jetzt.
Das macht die Freunde traurig.
Aber Jesus verspricht ihnen etwas:
Ich bereite für euch eine Wohnung bei Gott.
Dort werden wir für immer zusammen sein.

Wohnungen sind wichtig.
Zurzeit spüren wir das ganz besonders.
Wir verbringen jetzt viel Zeit in unseren Wohnungen.
Es ist wichtig, dass wir uns dort wohl fühlen.

Eine Wohnung, ein Zimmer ist mein eigenes Reich.
Ich kann das Zimmer einrichten,
wie es mir gefällt.
Ich habe dort meine persönlichen Sachen.
Ich habe meine Möbel und mein Bett.
Ich hänge Bilder an die Wand, die mir gefallen.
Ich höre meine Lieblingsmusik.
Ich fühle mich zuhause und geborgen.
Niemand darf mich aus meiner Wohnung,
aus meinem Zimmer vertreiben.

Es gibt heute viele Menschen,
die keine Wohnung und kein Zimmer haben:
Menschen, die auf der Straße leben.
Menschen, die die teure Miete nicht bezahlen können.
Menschen, die aus ihrer Heimat geflüchtet sind.
Diese Menschen wissen nicht,
wo sie zuhause sind.
Sie fühlen sich fremd.
Sie haben kein eigenes Bett.
Sie haben nur ganz wenige persönliche Dinge.
Das ist schwer. Das ist zum Weinen.

Jesus will uns trösten. Jesus sagt:
Ich bereite auch für dich eine Wohnung.
In dieser Wohnung bist du ganz nahe bei Gott, der dich liebt.
In dieser Wohnung darfst du dich immer willkommen fühlen.
Diese Wohnung passt zu dir. Du musst sie nie wieder verlassen.
Hab Mut! Du wohnst bei mir und ich wohne bei dir.
Dann sind wir beieinander zuhause.
Das macht uns stark.

Jesus bereitet mir eine Wohnung.
Darauf darf ich heute schon vertrauen.
Darauf darf ich mich heute schon freuen.


Fürbitten

Wir bringen vor Gott unsere Bitten:

 + Gott, wir vertrauen dir.
Wir beten für alle Menschen, die keine Wohnung und kein Zuhause haben.
Wir beten für alle Menschen, die sich die Miete nicht mehr leisten können.
Wir beten für alle Menschen, die andere bei sich aufnehmen und für sie wie eine Wohnung sind.
Wir beten für alle Mütter und mütterlichen Menschen, die für andere da sind.
Wir bitten dich, erhöre uns!

+ (weitere freie Fürbitten möglich)


Vater unser

Wir beten miteinander (ohne Handfassung)

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot
gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben
unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.


Lied

„Gib uns Frieden jeden Tag“, Regens Wagner-Liederbuch Nr. 121 (singen oder Text beten) 
 
 

 

Ritual am 4. Sonntag der Osterzeit, 3. Mai 2020:
Jesus erzählt von Schafen und einem Schaf-Stall

Download (pdf, 0,5 MB) »

Bild: Dieter Bauer / Claudio Ettl /Paulis Mells, Die Bibel in leichter Sprache. Evangelium der Sonnund Feiertage im Lesejahr A © Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH, Stuttgart 2016

Lied 

„Du bist immer da“ Regens Wagner Liederbuch Nr.136


Gebet

Wir beginnen mit dem Kreuzzeichen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Wir beten:
Gott!
Ich freue mich.
Du bist da.
Du lässt mich nicht allein.
Du sorgst für mich.
Du lässt mich nicht im Stich.
Wir bitten:
Zur Zeit ist vieles anders.
Wir haben Sorgen.
Wir haben Ängste.
Begleite uns in diesen Tagen.
Führe alle Menschen dieser Welt zu einem guten Leben.
Amen.


Evangelium (Johannes 10,1-10)

 
Jesus erzählt immer wieder von Gott.
Und dass Jesus selber von Gott kommt.
Und dass Jesus nur Gutes für die Menschen tun will.
Jesus erzählt dafür ein Beispiel.
Das Beispiel geht so:
 
Schafe haben einen Stall.
Das ist der Schaf-Stall.
Der Schaf-Stall hat eine Tür.
Die Schafe gehen durch die Tür in den Schaf-Stall.
 
Der Mann, der auf die Schafe aufpasst, ist der Hirte.
Der Hirte geht auch durch die Tür in den Schaf-Stall.
Genauso wie die Schafe.
 
Der Hirte kennt alle seine Schafe.
Der Hirte hat jedes Schaf lieb.
Der Hirte hat für jedes Schaf einen Namen.
Der Hirte ruft jedes Schaf mit seinem Namen.
Der Hirte führt die Schafe auf die Wiese.
Der Hirte geht vor.
Dann gehen die Schafe hinter dem Hirten her.
 
Die Schafe hören und tun, wenn der Hirte etwas sagt.
Die Schafe kennen ihren Hirten genau.
Die Schafe können die Stimme von dem Hirten erkennen.
Wenn der Hirte da ist, sind die Schafe in Sicherheit.
  
Dieses Beispiel erzählt Jesus seinen Freunden.
Die Freunde verstehen nicht, was Jesus mit dem Beispiel sagen will.
 
Darum erklärt Jesus das Beispiel.

Jesus sagt:
Ich bin selber die Tür zu den Schafen.
Ich passe gut auf meine Schafe auf.
Die Menschen sind wie die Schafe.
Wer zu mir kommt, der ist in Sicherheit.
Ich passe auf, dass die Menschen leben können.
Und sich am Leben freuen.
 
Jesus sagt:
Wer zu mir kommt, wird gerettet.
Ich komme von Gott.
Ich bin gekommen, damit ihr Leben in Fülle habt.
Leben in Fülle heißt:
Ein volles, frohes und gutes Leben.
Ich bin gekommen, damit ihr ein volles, frohes und gutes Leben habt.


Lied

„Hallelu, Hallelu, Hallelu, Halleluja, preiset dem Herrn“,  Regens Wagner-Liederbuch Nr. 47. 

 

Impuls

Jesus erzählt von Schafen.
Die Schafe haben es gut.
Die Schafe haben einen guten Hirten.
Der Hirte mag seine Schafe.
Der Hirte kennt den Namen von allen seinen Schafen.
Der Hirte führt alle seine Schafe auf eine Wiese.
Auf der Wiese wächst frisches, saftiges Gras.
Der Hirte führt alle seine Schafe an eine Wasserstelle.
An der Wasserstelle sprudelt frisches, sauberes Wasser.
Ein Hirte, der so für seine Schafe sorgt,
das ist ein guter Hirte.
Der Hirte weiß, was seine Schafe brauchen.
Der Hirte kümmert sich um alle seine Schafe.

Wir Menschen haben es oft nicht so schön wie die Schafe.
Wir Menschen fragen uns immer wieder:
Wer kennt mich denn schon?
Wer weiß meinen Namen?
Wer sorgt für mich?
Wer weiß, was ich jetzt gerade brauche?
Wer hat mich wirklich lieb?

In diesen Tagen haben wir alle viele Wünsche:
Ich möchte gerne wieder zur Schule gehen.
Ich möchte wieder in der Werkstatt arbeiten.
Ich möchte meine Freundinnen und Freunde treffen.
Ich möchte zu meiner Familie.
Ich möchte gesund bleiben.
Ich möchte gesund werden. …

Die vielen Fragen und die vielen Wünsche machen uns traurig.
Wir lassen den Kopf hängen.
Wir können nicht mehr weitergehen.
Wir haben keinen Mut mehr.
Wir haben keine Kraft mehr.

Dann, gerade dann, stupst mich Jesus an:
Du!
Ja, Du!
Ich kenn dich doch!
Ich bin doch dein Hirte!
Ich weiß, was dir fehlt.
Hab keine Angst.
Fürchte dich nicht.
Ich bin da.
Ich bin bei dir da.
Du kennst mich doch.
Wir haben doch schon so viel miteinander erlebt.
Komm!
Ich begleite dich.
Ich kenn eine saftige Wiese.
Ich kenn einen Ort mit frischem Wasser.
Ich beschütz dich.
Ich will, dass es dir gut geht.
Vertrau mir!
Bleib bei mir!
Geh mit mir!


Fürbitten

Wir bringen vor Gott unsere Bitten:

 + Gott, wir vertrauen dir.
Wir beten für alle Menschen, die in diesen Tagen Sorgen haben.
Wir beten für alle Menschen, die sich in diesen Tagen allein und verlassen fühlen.
Wir beten für alle Menschen, die Jesus noch nicht vertrauen können.
Wir beten für alle Menschen, die glauben: Jesus ist mein guter Hirte.
Wir bitten dich, erhöre uns!

+ (weitere freie Fürbitten möglich)


Vater unser

Wir beten miteinander (ohne Handfassung)
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot
gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben
unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.
 

Lied

„Der Vater im Himmel segne dich“,  Regens Wagner-Liederbuch Nr. 138 
 

 

Ritual am 3. Sonntag der Osterzeit, 26. April 2020:  
Der auferstandene Jesus begegnet seinen Freunden

Download (pdf, 0,1 MB) »

Bild: Dieter Bauer / Claudio Ettl /Paulis Mells, Die Bibel in leichter Sprache. Evangelium der Sonnund Feiertage im Lesejahr A © Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH, Stuttgart 2016


• Lied

„Manchmal feiern wir mitten am Tag“, Regens Wagner-Liederbuch Nr. 48


• Gebet

Wir beginnen mit dem Kreuzzeichen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Wir beten:

Gott!
Heute ist Sonntag.
Der Sonntag ist anders als die anderen Tage.
Wir feiern ein Fest.
Wir feiern zusammen, dass Du bei uns bist.
Der Sonntag erinnert uns:
Jesus ist von den Toten auferstanden.
Jesus lebt und begegnet seinen Freundinnen und Freunden.
Jesus will auch uns begegnen.

Wir bitten Dich:
Sei jetzt in unserer Mitte.
Sag uns dein gutes Wort, damit wir glauben können.
Schenke uns deine Liebe, damit wir mutig und froh sind.
Heute und jeden Tag neu.

Amen.

 

• Evangelium (Johannes 21,1-14)


Jesus ist auferstanden.
Jesus zeigt seinen Freunden immer wieder, dass er lebt.
Und dass er immer bei uns ist.

Einmal ist es so:
7 Freunde von Jesus sind zusammen.
Einer davon ist Petrus.
Petrus sagt: Ich gehe fischen.
Die anderen Freunde sagen: Wir kommen auch mit.
Die Freunde steigen in das Boot von Petrus.
Die Freunde fahren auf den See.
Die Freunde fischen die ganze Nacht.

Aber die Freunde fangen keinen einzigen Fisch.
Am anderen Morgen fahren die Freunde an den Strand zurück.
Jesus steht am Strand.
Aber die Freunde merken nicht, dass es Jesus ist.
Jesus fragt: Habt ihr Fische zum Essen gefangen?
Die Freunde sagen: Nein, keinen einzigen Fisch.

Jesus sagt: Fahrt nochmal los.
Werft das Netz auf der rechten Seite vom Boot aus.
Dann fangt ihr Fische.
Die Freunde fahren nochmal los.
Die Freunde werfen das Netz auf der rechten Seite aus.

Diesmal fangen die Freunde viele Fische.
So voll ist das Netz, dass es fast kaputt geht.
Da sagt Johannes zu Petrus:
Der Mann da vorne am Strand ist Jesus.
Jesus ist wirklich auferstanden.

Petrus freut sich und springt sofort ins Wasser.
Petrus schwimmt zu Jesus.
Am Strand sehen die Freunde ein Feuer brennen.
Auf dem Feuer liegen Fisch und Brot.

Jesus sagt: Bringt von den Fischen, die ihr gefangen habt.
Petrus zieht das Netz an Land,
das Netz ist voll mit Fischen.
Jesus sagt zu den Freunden: Kommt und esst.

Keiner der Freunde traut sich etwas zu fragen.
Alle wissen: dieser Mann ist Jesus.
Jesus nimmt das Brot. Und den Fisch.
Jesus gibt seinen Freunden davon zu essen.


• Lied:

„Hallelu, Hallelu“, Regens Wagner-Liederbuch Nr. 47

 

• Impuls

Die Freunde von Jesus sind am See.
Sie wollen Fische fangen,
aber die Netze bleiben leer.
Das macht sie traurig.
Die Freunde sind enttäuscht:
Keine Fische, nichts zu essen.

Manchmal geht es uns auch so.
Wir strengen uns an.
Wir geben unser Bestes.
Aber wir schaffen es trotzdem nicht.
Andere sind besser.
Andere tun sich viel leichter.
Keinen Erfolg haben,
das tut weh.

Das fühlt sich so an:
Ich bin klein,
ich bin nichts wert.

Da kommt ein Mann auf die Freunde zu.
Der Mann ist fremd.
Es ist Jesus, aber die Freunde wissen es noch nicht.

Jesus sagt ihnen: probiert es noch einmal.
Nehmt die rechte Seite vom Boot.
Dann fangt ihr eine ganze Menge Fische.
Die Freunde erleben: genauso ist es, wie Jesus es sagt.
Die Freunde fangen viele Fische.
Die Freunde freuen sich und staunen:
Wie kann Jesus jetzt da sein,
wo er doch gestorben ist!

Aber die Freunde erkennen Jesus an der Art,
wie Jesus spricht. Wie Jesus sie liebevoll anschaut.
Wie Jesus mit ihnen das Essen teilt.
Das ist ganz anders als vor dem Treffen mit Jesus.

Die Begegnung mit Jesus gibt den Freunden Mut,
weiterzumachen und das Fischen nochmal zu versuchen.

Wir dürfen glauben:
Jesus hilft auch uns, immer wieder neu anzufangen.
Auch in so unsicheren Zeiten wie jetzt.
Jesus ist ganz nahe, auch wenn wir ihn oft nicht erkennen.
Jesus zeigt seine Liebe.
Jesus glaubt an seine Freunde. Und er glaubt an uns.
Die Begegnung mit Jesus ist so wichtig, weil er auch zu mir sagt:

Du, ich helfe dir!
Du, ich glaube an dich!
Du, ich mag dich!
Du, ich bin immer für dich da!

 

• Fürbitten

Wir bringen vor Gott unsere Bitten:

+ Gott, wir vertrauen dir.
Wir beten für alle Menschen, die sich klein und unwichtig fühlen, weil sie nicht soviel
leisten können wie andere.

Wir beten für alle Menschen, die mutlos sind und sich nicht mehr trauen, neu anzufangen.
Wir beten für alle Menschen, die sich schwer tun, an die Auferstehung von Jesus zu glauben.
Wir beten für alle, die sich jeden Tag für die kranken Menschen einsetzen, sie pflegen und ihnen helfen.

Wir bitten dich, erhöre uns!

+ (weitere freie Fürbitten möglich)

 

• Vater unser

Wir beten miteinander (ohne Handfassung)

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot
gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben
unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.


• Lied:

„Gottes guter Segen sei mit euch“, Regens Wagner-Liederbuch Nr. 131 (singen oder Text beten)


• Evtl. Aktion:

Mit einem Seil/Wollknäuel gemeinsam ein Netz knüpfen (mit gutem
Abstand); das Netz trägt, das Netz verbindet uns und macht uns stark.

 

 

Miteinander Sonntag feiern – Ritual am Weißensonntag 19. April 2020: 
Thomas berührt die Wunden von Jesus

Download »
 

Bild: Dieter Bauer / Claudio Ettl /Paulis Mells, Die Bibel in leichter Sprache. Evangelium der Sonnund Feiertage im Lesejahr A © Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH, Stuttgart 2016


Lied 

„Wir feiern heut ein Fest“
Regens Wagner-Liederbuch Nr. 85

Gebet

Wir beginnen mit dem Kreuzzeichen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Wir beten:
Gott!
Du bist wunderbar.
Jesus ist von den Toten auferstanden.
Jesus lebt und begegnet seinen Freundinnen und Freunden.
Die Freundinnen und Freunde von Jesus tun sich schwer.
Einmal erkennen sie Jesus.
Einmal erkennen sie Jesus nicht.
Jesus hat Geduld.
Immer wieder kommt Jesus auf seine Freundinnen und Freunde zu.
Gott!
Auch Du hast mit uns Geduld.
Du schenkst uns die Zeit.
Diese Zeit tut uns gut.
Diese Zeit brauchen wir, damit auch wir glauben und vertrauen können.
Wir bitten:
Sei in unserer Mitte.
Sprich uns an.
Schenke uns deine Liebe.
Heute und jeden Tag neu.
Amen.


Evangelium (Johannes 20,19-31)

Jesus ist von den Toten auferstanden.
Die Freundinnen und Freunde von Jesus zweifeln, dass Jesus wirklich lebt.
 
8 Tage nach Ostern sind alle Freunde von Jesus zusammen.
Nur Thomas ist nicht da.
Plötzlich kommt Jesus.
Jesus stellt sich mitten unter seine Freunde.
Jesus sagt zu seinen Freunden:
Friede soll mit euch sein.
 
Dann zeigt Jesus seinen Freunden seine Hände.
Und Jesus zeigt seine Herz-Seite.
Die Freunde können die Verletzungen von der Kreuzigung sehen.
Da freuen sich die Freunde.
Sie erkennen:
Ja, das ist Jesus.
Jesus lebt.
 
Später kommt Thomas dazu.
Jesus ist wieder weg gegangen.
Die Freunde sagen:
Wir haben Jesus gesehen.
 
Thomas sagt:
Das kann gar nicht sein.
Jesus ist tot.
Ich glaube nicht, dass Jesus da war.
Ich glaube das nur, wenn ich Jesus sehe.
Und wenn ich Jesus anfassen kann.
Und wenn ich die Verletzungen von der Kreuzigung sehe.
 
Nach einer Woche sind wieder alle Freunde versammelt.
Thomas ist diesmal auch dabei. 
Da kommt Jesus.
Jesus steht wieder mitten unter seinen Freunden.
Jesus sagt:
Friede soll mit euch sein.
 
Dann geht Jesus zu Thomas.
Jesus zeigt Thomas seine Hände.
Thomas sieht die Verletzungen an den Händen.
Jesus sagt zu Thomas:
Fass meine Hände mit deinen Fingern an.
Jesus zeigt auch seine Herz-Seite.
Thomas sieht die Verletzung an der Herz-Seite.
Jesus sagt zu Thomas:
Fass meine Herz-Seite an.
Dann kannst du glauben, dass ich es bin.
 
Thomas ist völlig überrascht.
Thomas sagt voller Freude:
Du bist wirklich Jesus. 

Jesus sagt zu Thomas:
Du glaubst jetzt.
Weil du mich gesehen hast.
Andere Menschen können mich nicht sehen.
Und glauben trotzdem, dass ich lebe.
Diese Menschen dürfen sich freuen.
 

Lied

„Heut ist ein Tag, an dem ich singen kann“, Regens Wagner-Liederbuch Nr. 2.


Impuls

Thomas hat viele Fragen und viele Zweifel.
Thomas sagt:
Ich glaube erst, wenn ich Jesus berührt habe.
Ich glaube erst, wenn ich meine Hand in Jesu Hand legen kann und seine Wunden spüre.

Manche Menschen schütteln den Kopf.
Sie sind entsetzt über Thomas.
Sie denken:
Dieser Thomas hat einen kleinen Glauben.
Dieser Thomas ist kein guter Jünger.

Andere Menschen sind dankbar.
Thomas hat dieselben Fragen wie sie.
Thomas hat den gleichen Wunsch wie sie.
Wie kann ich etwas glauben, wenn ich es nicht berühren kann?
Wie kann ich jemanden vertrauen, wenn ich ihn nicht mit meinen Händen begreifen kann?

Jesus mag Thomas.
Jesus versteht Thomas.
Jesus sagt:
Komm, Thomas!
Da meine Hand.
Da mein Herzseite.
Begreife:
Ich bin Jesus, dein Freund.
Ich bin nicht mehr tot.
Ich lebe.

Zu uns sagt Jesus:
Wenn ihr Zweifel habt, dann denkt an Thomas.
Er hat mich mit seinen Händen berührt.
Er hat erspürt, dass ich von den Toten auferstanden bin.

Glaubt Thomas.
Glaubt mir.
Glaubt, auch wenn ihr mich nicht sehen könnt.
Glaubt, auch wenn ihr mich nicht berühren könnt.
Ich lebe!


Fürbitten


Wir bringen vor Gott unsere Bitten:
+ Gott, wir vertrauen dir.
Wir beten für alle Menschen, die nicht glauben können, dass Jesus lebt.
Wir beten für alle Menschen, die nicht glauben können, dass sie mit Jesus auferstehen werden.
Wir beten für alle Menschen, die Jesus nicht sehen und nicht berühren können und trotzdem glauben.
Wir bitten dich, erhöre uns!
+ (weitere freie Fürbitten möglich)


Vater unser

Wir beten miteinander (ohne Handfassung)
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot
gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben
unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.


Lied

 „Manchmal feiern wir mitten am Tag“, Regens Wagner-Liederbuch Nr. 48

 

Rituale für die Kar- und Ostertage zum Download:

Ritual am Gründonnerstag » 

Ritual am Karfreitag »

Ritual am Ostersonntag »

Ritual am Ostermontag »

 

Ritual am Ostermontag, 13. April 2020: Der auferstandene Jesus begegnet den Jüngern von Emmaus

 

Bild: Dieter Bauer / Claudio Ettl /Paulis Mells, Die Bibel in leichter Sprache. Evangelium der Sonnund Feiertage im Lesejahr B © Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH, Stuttgart 2016


Lied

 „Sing mit mir ein Halleluja“
Regens Wagner-Liederbuch Nr. 50, 1-3


Gebet

Wir beginnen mit dem Kreuzzeichen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Wir beten:
Gott, voll Freude sind wir zusammen.
Wir feiern Ostern.
Wir feiern, dass Jesus auferstanden ist.
Wir freuen uns, dass er uns sagt:
Gott liebt jeden, er liebt das Leben.
Heute hören wir:
Jesus begegnet seinen Freunden.
Jesus sagt ihnen: habt keine Angst.
Seid nicht mehr traurig.
Gott, Du sagst auch zu uns:
habt keine Angst.
Seid nicht mehr traurig.
Dafür danken wir dir,
und bitten dich:
sei bei uns, heute und für immer.
Amen.

Evangelium (Lk 24,13-35)

Zwei Freunde von Jesus gehen in ein Dorf.
Das Dorf heißt Emmaus.
Auf dem Weg reden die Freunde miteinander.
Die Freunde reden über den schrecklichen Tod von Jesus.
Die Freunde sind sehr traurig und tief enttäuscht.
Es gibt keinen Sinn und keine Zukunft mehr.

Da nähert sich ein Mann.
Es ist Jesus,
aber die Freunde erkennen ihn nicht.
Der Mann fragt:
Was redet ihr da? Warum seid ihr so traurig?
Die Freunde erzählen von ihrem Leid:
Jesus, ihr Freund lebt nicht mehr.
Jesus, ihr Freund wurde getötet.
Jesus, ihr Freund ist fortgegangen für immer.

Der fremde Mann erklärt ihnen:
Der Tod von Jesus ist nicht umsonst.
Die Bibel hat schon davon erzählt.
Es musste alles so kommen.
Jesus ist gestorben wie ein Weizenkorn.
Das Weizenkorn schläft in der dunklen Erde.
Aber es bricht durch die Dunkelheit und wächst.
Nur so bringt es Frucht.
Nur so lebt es weiter.

Die zwei Freunde und der Mann erreichen das Dorf.
Jesus will weitergehen,
aber die Freunde sagen: bleib bei uns, es wird schon dunkel.
Jesus bleibt bei den Freunden.
Alle setzen sich an den Tisch.
Jesus nimmt das Brot.
Jesus segnet das Brot und teilt es.
Die zwei Freunde erkennen ihn:
Das ist ja Jesus, der bei uns ist.
Jesus ist auferstanden! Jesus lebt!
Die zwei Freunde staunen und freuen sich.
Im selben Augenblick sehen sie Jesus nicht mehr.

Die zwei Freunde beschließen voll Freude:
Wir müssen das an andere weitererzählen:
Seid nicht mehr traurig!
Jesus ist auferstanden!
Jesus lebt!

Lied Nr. 50, 4-5

Impuls

Tief enttäuscht, im Herzen traurig,
mit gesenktem Blick – so sehe ich
die beiden Freunde von Jesus vor mir.
Sie starren auf die vergangenen Tage.
Sie starren auf den furchtbaren Tod von Jesus.
Sie starren auf das Ende ihrer Hoffnung.
Alles vorbei.

Wenn Menschen enttäuscht sind,
dann geht der Blick nach unten.
Sie sehen dann nur noch das Schlimme.
Sie können die Augen nicht heben.
Sie werden stumm.
Sie finden keine Worte für das,
was sie im Herzen fühlen.

Jesus kommt mit auf den Weg.
Jesus fragt nach, er interessiert sich.
Jesus ermutigt zu erzählen.
Was quält dich? Wovor hast du Angst?
Warum bist du traurig?
Und im Erzählen können die Freunde
ihrem Herzen Luft machen –
sie dürfen alles sagen,
so wie sie es fühlen.
Jesus sagt nicht:
Das darfst du aber nicht denken.
Das darfst du nicht fühlen.
So redet man nicht.

Nein, Jesus hört einfach zu.
Jesus nimmt alles ernst.
Und er hilft den Freunden
besser zu verstehen und anzunehmen,
warum alles so gekommen ist.

Jesus lädt auch mich ein zu erzählen,
was mich beschäftigt und bewegt.
Jesus hört mir zu und gibt mir Zeit.
Jesus schenkt seine Nähe und sein Verstehen.
Darum darf ich die Augen heben,
meinen Weg mutig und froh weitergehen.

Fürbitten

Wir bringen vor Gott unsere Bitten:
+ Gott, wir vertrauen dir.
Wir beten für Menschen, die enttäuscht sind und keine Hoffnung mehr haben. Wir bitten dich, erhöre uns!
+ Wir beten für Menschen, die sich Zeit nehmen, anderen wirklich zuzuhören. Wir bitten dich, erhöre uns!
+ (weitere freie Fürbitten möglich)

Vater unser

Wir beten miteinander (ohne Handfassung):
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot
gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben
unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Segen

Lied „Manchmal feiern wir mitten am Tag“, Regens Wagner-Liederbuch Nr. 48 (singen oder Text beten)

Evtl. Kreatives (Basteln, Ausmalbild, Mandala o.ä.)

 

Ritual am Ostersonntag, 12. April 2020: Jesus begegnet Maria von Magdala

Bild: Dieter Bauer / Claudio Ettl /Paulis Mells, Die Bibel in leichter Sprache. Evangelium der Sonnund Feiertage im Lesejahr A © Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH, Stuttgart 2016


Lied 

„Hallelu, Hallelu, Hallelu, Halleluja“ Regens Wagner-Liederbuch Nr. 47

Gebet

Wir beginnen mit dem Kreuzzeichen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Wir beten:
Gott!
Du bist wunderbar.
Die Nacht ist vergangen.
Ein neuer Tag ist uns geschenkt.
Die Sonne schenkt uns Leben und Kraft.
Wir feiern Ostern!
Wir bitten:
Komm in unsere Mitte.
Schenk uns deinen Frieden.
Lass auch uns spüren und erfahren:
Jesus lebt!
Wir leben!
Schenke uns Hoffnung.
Schenke uns Liebe.
Um all das bitten wir dich
heute am Ostersonntag.
Amen.

Evangelium (Joh 13,1-15)

Wir hören aus dem Heiligen Evangelium.
Johannes hat das Evangelium für uns aufgeschrieben:

Maria von Magdala ist eine Freundin von Jesus.
Maria geht früh am Morgen zum Grab von Jesus.
Es ist noch dunkel.
Eigentlich ist ein dicker Stein vor dem Grab von Jesus.
Maria kommt zum Grab.
Maria bekommt einen Schreck:
Der Stein ist weg.
Maria denkt:
Andere Leute haben Jesus aus dem Grab weggenommen.
Maria rennt schnell zu Petrus.
Petrus und ein anderer Freund rennen schnell zum Grab.
Petrus guckt in das Grab.
Im Grab liegen die weißen Tücher von der Beerdigung.
Jesus war bei der Beerdigung in die weißen Tücher eingewickelt.
Auch der Freund sieht sich alles an.
Der Freund sieht und glaubt:
Jesus ist auferstanden.
Jesus ist wirklich auferstanden.
Petrus und der andere Freund gehen wieder nach Hause.
Maria steht immer noch vor dem Grab.
Maria weint.
Da steht ein Mann hinter Maria.
Der Mann ist Jesus.
Maria merkt nicht, dass es Jesus ist.
Maria sagt:
Herr, hast du Jesus weggebracht?
Sag mir, wohin du Jesus gebracht hast.
Ich will Jesus holen.
Jesus sagt:
Maria.
Da drehte sich Maria zu Jesus um.
Maria erkennt:
Der Mann ist Jesus.
Maria ist voller Freude.
Maria rennt zu den anderen Freunden.
Maria erzählt voller Freude:
Ich habe Jesus gesehen.

Lied

„Hallelu, Hallelu, Hallelu, Halleluja“ Regens Wagner-Liederbuch Nr. 47

Impuls

Ostern beginnt in der Nacht.
Ostern beginnt mit der Dunkelheit.
Jesus ist gestorben.
Jesus ist nicht mehr bei seinen Freunden.
Jesus liegt im Grab.
Das Grab ist mit einem Stein verschlossen.
Maria von Magdala ist traurig.
Maria weint.

Ostern beginnt mit Suchen.
Maria ist unruhig.
Maria steht in der Nacht auf.
Maria geht zum Grab.
Maria entdeckt: Das Grab ist leer.
Petrus und der Freund kommen zum Grab.
Mit Maria suchen Petrus und der Freund nach Jesus.

Ostern beginnt mit sehen und glauben.
Der Freund sieht das leere Grab und glaubt: Jesus ist auferstanden.
Maria sieht den Mann und glaubt: Das ist Jesus.
Die Freunde sehen Maria und hören ihre Botschaft und glauben: Jesus lebt.

In diesem Jahr gibt es zu Ostern viel Dunkelheit.
Menschen sind krank.
Menschen sind einsam.
Menschen sind traurig und einsam.

In diesem Jahr suchen viele Menschen.
Menschen suchen nach Gesundheit.
Menschen suchen nach Gemeinschaft.
Menschen suchen nach Freude und Hoffnung.

Manche Menschen sehen und glauben:
Ich bin nicht allein.
Ich kann anderen Gutes tun.
Ich lebe und kann anderen beim Leben helfen.

Manche Menschen sehen und glauben:
Es ist zwar dunkel. Aber da ist ein Licht.
Es ist alles so traurig. Aber da ist ein Zeichen von Hoffnung.
Ich bin zwar am Ende. Aber da ist Leben und Auferstehung.

Menschen sehen und glauben mit Maria, Petrus und dem Freund:
Jesus lebt.
Mit Jesus lebe auch ich.

Wenn Menschen sehen und glauben, dann ist Ostern.

Fürbitten

Wir bringen vor Gott unsere Bitten:
+ Gott, wir vertrauen dir.
Wir beten für alle Menschen, die traurig sind.
Wir beten für alle Menschen, die Dunkelheit fühlen..
Wir bitten: Lass sie nach Jesus suchen. Lass sie Jesus finden.
Wir bitten dich, erhöre uns!
+ (weitere freie Fürbitten möglich)

Vater unser

Wir beten miteinander (ohne Handfassung)
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot
gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben
unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Lied

Regens Wagner Liederbuch Nr. 50 „Sing mit mir ein Halleluja“

Segen über die Speisen, die wir jetzt miteinander teilen und essen:
 
Gott!
Jesus lebt!
Wir freuen uns!
Gestern, am Karsamstag hatte unser Brot einen anderen Geschmack.
Es schmeckte nach Tränen und nach Trauer.
Heute schenkt uns Jesus frisches Brot.
Es schmeckt nach Leben, nach Zukunft, und nach Auferstehung.
Wir bitten:
Segne unsere Tischgemeinschaft.
Segne unsere Speisen,
das Brot und den Kuchen,
den Schinken und die Eier,
die Schokolade und die Süßigkeiten.
Lass uns das neue Leben genießen,
das Leben, das kein Ende hat.
Christus ist auferstanden.
Amen. Halleluja!

 

Ritual am Karfreitag, 10. April 2020:
Jesus stirbt am Kreuz

Bild: Dieter Bauer / Claudio Ettl /Paulis Mells, Die Bibel in leichter Sprache. Evangelium der Sonnund Feiertage im Lesejahr A © Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH, Stuttgart 2016


(Vorbereitung: ein Tuch und ein Kreuz in die Mitte auf den Tisch legen, evtl. ein Licht; wo möglich, eine Schale mit Blütenblättern oder anderen Materialien aus der Natur)


Lied

 „Seht das Zeichen, seht das Kreuz“ Regens Wagner-Liederbuch Nr. 46


Gebet

Wir beginnen mit dem Kreuzzeichen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Heute denken wir an das Leiden und Sterben von Jesus.
Jesus geht einen schweren Weg.
Viele Menschen gehen heute schwere Wege.
Menschen haben Angst wie Jesus.
Menschen haben Schmerzen wie Jesus.
Menschen fühlen sich allein gelassen wie Jesus.
Menschen müssen sterben wie Jesus.
Wir denken an Jesus.
Wir denken an die vielen Menschen.

Wir beten zu Gott:
Gott, du kennst uns und du liebst uns.
Du bist bei uns, wenn das Leben schön ist.
Du bist bei uns, wenn wir sehr traurig sind.
Du begleitest uns.
Dir vertrauen wir.
Auf dich hoffen wir,
heute und an allen Tagen unseres Lebens.
Amen.

Evangelium

Die Leute sind gegen Jesus.
Denn Jesus ist anders, Jesus ist unbequem.
Jesus stört die Ruhe und Ordnung.
Jesus sagt, er ist ein König.
Jesus behauptet:
Ich bin der Sohn Gottes.
Das wollen die Leute nicht hören.
Die Leute wollen Jesus loswerden.
Judas ist eigentlich ein Freund von Jesus.
Aber Judas verrät Jesus.
So wird Jesus gefangen genommen.
Jesus wird verspottet und gegeißelt.
Jesus hat Angst, Jesus hat Schmerzen.

Viele Menschen wollen den Tod von Jesus.
Jesus muss sein Kreuz selber schleppen.
Jesus trägt es ganz allein auf dem Weg vor die Stadt.
Nur ein Fremder hilft ihm dabei.
Der Fremde heißt Simon.

Jesus trägt sein Kreuz auf den Berg Golgotha.
Die Soldaten reißen Jesus die Kleider vom Leib.
Die Soldaten nageln Jesus an das Kreuz.
Alle Freunde von Jesus sind davon gelaufen:
Nur seine Mutter Maria und sein Freund Johannes bleiben da.
Es ist Mittag.
Jesus ist am Ende seiner Kraft.
Jesus stirbt am Kreuz.
Der Himmel wird ganz dunkel.

Ruhige Musik einspielen

Impuls


Viele Menschen fühlen sich jetzt hilflos:
Der Corona Virus verändert unser Leben.
Menschen werden krank,
Menschen müssen sogar sterben.
Eigentlich ist das alles furchtbar traurig.

Wenn Menschen sehr traurig sind,
dann meinen sie oft:
so bleibt es für immer.
Das Leben ist dunkel.
Das Leben ist schwer.
Am Ende bleibt nur der Tod.

Jesus ist auch gestorben.
Aber das ist nicht das Ende.
Jesus zeigt uns:
Gott will, dass die Menschen leben.
Er will, dass sie sich freuen.
Jesus bleibt nicht im Grab.
Jesus lebt.
Das werden wir an Ostern feiern.
Jesus hilft uns,
die schweren traurigen Wege zu gehen.
Wir brauchen die Hoffnung nicht verlieren.
Wir dürfen vertrauen:
Da ist Licht.
Da ist Hoffnung.
Da ist Zukunft.

Das Kreuz ist ein Zeichen,
dass der Weg weitergeht.
Wir sind nicht verloren.
Wir sind in der Hand Gottes gut aufgehoben.
(Nach der ersten Fürbitte kann jede/r eine eigene Bitte sagen und dazu Blüten o.ä. an das Kreuz in der Mitte legen)


Fürbitten


Wir bringen vor Gott unsere Bitten:
+ Guter Gott, wir vertrauen dir. Wir beten für die Menschen, die Angst haben. Wir beten für die, die krank sind und nicht weiter wissen. Wir bitten dich:
Schenke ihnen Mut und Hoffnung.
Wir bitten dich, erhöre uns!
+ (weitere freie Fürbitten möglich, vielleicht verbunden mit dem Namen einer konkreten Person, für die ich besonders bitten will)

Vater unser


Wir beten miteinander (ohne Handfassung)
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot
gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben
unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.


Segen


Lied „Jesus unser Bruder“, Regens Wagner-Liederbuch Nr. 44 (singen oder Text beten)

Evtl. Kreatives (Basteln, Ausmalbild, Mandala o.ä.)

 

Ritual am Gründonnerstag, 9. April 2020:
Jesus wäscht die Füße von seinen Freunden

 

Bild: Dieter Bauer / Claudio Ettl /Paulis Mells, Die Bibel in leichter Sprache. Evangelium der Sonnund Feiertage im Lesejahr A © Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH, Stuttgart 2016

Lied


„Kommt und seht, das Mahl ist bereit“ Regens Wagner Liederbuch Nr. 41
Text und Melodie: Kathi Stimmer-Salzeder

Gebet

Wir beginnen mit dem Kreuzzeichen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Wir beten:
Gott, du liebst uns Menschen.
Heute ist Gründonnerstag.
Heute lädt Jesus uns ein.
Jesus bietet uns nicht nur einen Platz.
Jesus bedient uns.
Jesus wäscht uns den Staub von den Füßen.
Dann reicht Jesus uns das Brot und den Becher mit Wein.
Jesus sagt zu jedem von uns:
Iss! Trink! Das bin ich für dich.
Jesus sagt:
Du bist mein Freund, meine Freundin.
Ich schenke dir alles, was ich hab.
Ich schenke mich selber dir.
Was für eine Freude!
Was für ein Fest!
Gott, wir danken Dir.
Gott, wir loben Dich,
heute und an allen Tagen.
Amen.

Evangelium (Joh 13,1-15)

Wir hören aus dem Heiligen Evangelium.
Johannes hat das Evangelium für uns aufgeschrieben:

Die Freunde von Jesus kommen zum Fest.
Die Straßen und Wege sind staubig.
Die Freunde von Jesus haben keine festen Schuhe.
Sie gehen wie alle Menschen barfuß oder in Sandalen.
Die Füße der Freunde sind schmutzig.
Mit schmutzigen Füßen kann man kein Fest feiern.
Es ist Brauch, dass ein Diener den Gästen die Füße wäscht.

Jesus überrascht seine Freunde.
Jesus ist selber der Diener.
Jesus bindet sich eine Schürze um.
Jesus tut Wasser in die Wasch-Schüssel.
Jesus kniet sich auf den Boden.
Jesus wäschst seinen Freunden die Füße.
Jesus geht von einem Freund zum anderen Freund und wäscht die Füße.
Jesus trocknet die Füße mit der Schürze ab.

Als Jesus ist mit dem Füße-Waschen fertig ist,
sagt er zu seinen Freunden:

Ich habe euch die Füße gewaschen.
Ich will, dass Ihr spürt und erkennt:
Ich bin Euer Diener und Freund.
Ich komme von Gott.

Auch ihr wollt zu Gott gehören.
Darum sollt ihr auch Diener sein.
So wie ich Diener bin.
Ihr sollt für alle Menschen ein Diener sein.
Ich bin euer Vorbild.

Lied
„Kommt und seht, das Mahl ist bereit“ Regens Wagner Liederbuch Nr. 41 Text und Melodie: Kathi Stimmer-Salzeder

Impuls

Wir Menschen haben Ziele.

Ich will der Erste sein!
Ich will ganz vorne mit dabei sein!
Ich will groß herauskommen!

Niemand will ein Diener sein.
Niemand will anderen Menschen dienen.

Im Gegenteil:
Wir genießen es, wenn wir bedient werden.

Als Jesus kurz vor seinem Tod mit seinen Jüngern ein Fest feiert,
setzt er ein Zeichen.

Jesus bindet sich die Schürze um.
Jesus wäscht den Jüngern die Füße.
Jesus dient seinen Jüngern.

Jesus sagt mit diesem Zeichen etwas ganz Wichtiges:
Groß ist, wer den Menschen dient.
Erster ist, wer den Menschen die Füße wäscht.
Von Gott kommt, wer sich nicht bedienen lässt, sondern wer dient.

In diesen Tagen gibt es viel Not.
Der Corona Virus prägt unser Leben.

Menschen sind einsam.
Menschen sind krank.
Menschen brauchen Hilfe.

Wir Menschen wissen, was wir uns wünschen:

Ich wünsche mir einen Anruf.
Ich wünsche mir einen Brief und ein gemaltes Bild.
Ich wünsche mir einen Menschen, der mir hilft.

Wir Menschen sind traurig und enttäuscht,
wenn niemand uns anruft,
wenn niemand uns einen Brief schreibt oder uns ein Bild malt,
wenn niemand uns hilft.

Wir Menschen denken oft aber gar nicht daran,
dass wir einen anderen Menschen anrufen,
dass wir einem anderen Menschen einen Brief schreiben oder ihm ein Bild malen,
dass wir einem anderen Menschen helfen.

Jesus sagt:
Ihr müsst anders denken.
Ihr müsst neu denken.
Denkt daran:
Ich habe meinen Freunden die Füße gewaschen.
Macht es wie ich!

Wartet nicht, dass jemand euch dient.
Dient!
Wartet nicht, dass jemand euch Gutes tut.
Tut Gutes!
Wartet nicht, dass jemand euch Hilfe anbietet.
Helft!

Denkt daran:
Ich gebe euch alles was ich habe.
Ich gebe euch mein Leben.
Ihr seid meine Freunde.

Fürbitten
Wir bringen vor Gott unsere Bitten:
+ Gott, wir vertrauen dir.
Wir beten für alle Menschen, die anderen Menschen dienen und helfen.
Wir beten für alle Menschen, die einsam sind, die krank sind, die Hilfe brauchen.
Wir bitten dich, erhöre uns!
+ (weitere freie Fürbitten möglich)

Vater unser
Wir beten miteinander (ohne Handfassung)
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot
gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben
unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Lied
Regens Wagner Liederbuch Nr. 94 „Mit Jesus auf dem Weg“
Text: Josef Stiren, Melodie: Norbert Becker.

0
Evtl. Kreatives (Basteln, Ausmalbild, Mandala o.ä.)

Ritual am Palmsonntag, 5. April 2020: Jesus reitet auf einem Esel

Sonntagsritual zum Download (pdf, 1 MB) »

Bild: Dieter Bauer / Claudio Ettl /Paulis Mells, Die Bibel in leichter Sprache. Evangelium der Sonnund Feiertage im Lesejahr A © Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH, Stuttgart 2016

Lied:

„Jesus zieht in Jerusalem ein“
Regens Wagner Liederbuch Nr. 38, 1-3

Gebet

Wir beginnen mit dem Kreuzzeichen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.


Wir beten:
Gott du bist gut.
Wir sind heute zusammen.
Wir feiern den Palmsonntag.
Dieser Tag erinnert uns daran:
Jesus geht zu den Menschen.
Jesus sagt ihnen Worte von Gott.
Die Menschen jubeln ihm zu.
Gott, auch wir wollen dein Wort hören.
Wir bitten dich:
Schenke uns ein offenes Ohr.
Schenke uns ein offenes Herz.
Du bist immer bei uns.
Dafür danken wir dir,
heute und an allen Tagen.

 

Evangelium (Mt 21,1-11)

Jesus kommt in die Nähe von der Stadt Jerusalem.
Jesus sagt zu zwei Freunden:
Geht schon mal voraus.
Bald kommt ihr in ein Dorf.
In dem Dorf ist eine Esel-Mutter.
Mit einem kleinen Eselchen.
Bringt die Esel-Mutter mit dem kleinen
Eselchen zu mir.
Die zwei Freunde gehen los.
Die zwei Freunde bringen die Esel-Mutter
mit dem Eselchen zu Jesus.
Jesus setzt sich auf die Esel-Mutter.
Jesus reitet auf der Esel-Mutter.
Das kleine Eselchen läuft nebenher.
Die Menschen freuen sich über Jesus.
Die Menschen denken:
Jesus ist unser richtiger König.
Jesus ist ein König ohne Waffen.
Jesus bringt Frieden.
Jesus kommt von Gott.

Viele Leute legen Kleider auf die Straße.
Die Kleider sind wie ein schöner Teppich.
Die Leute pflücken Zweige von den Bäumen.
Die Leute winken mit den Zweigen.
Die Leute singen ein Lied.
Das Lied geht so:
Hosanna.
Jesus ist unser König.
Jesus hilft uns.
Hosanna.

Lied

„Jesus zieht in Jerusalem ein“
Regens Wagner Liederbuch Nr. 38, 4-6

 

Impuls

Die Menschen freuen sich:
Jesus kommt zu ihnen.
Sie feiern Jesus als König.
Jesus ist ein König, der das Gute will.
Jesus sagt: Gott ist für euch da. Habt keine Angst.
Das ist eine gute Botschaft.
Wir brauchen diese Botschaft ganz besonders jetzt.
Vieles kann uns Angst machen.
Jesus sagt: Freut euch. Gott lässt euch nicht allein.

Wir brauchen die Freude.
Wir brauchen die Freunde.
Wir brauchen das Singen und Beten.
Wir sind glücklich, wenn wir feiern.
Das Herz wird leicht, und wir sind froh.

Jesus reitet auf einem Esel.
Esel sind wichtige Tiere.
Esel schauen nicht besonders schön aus.
Esel sind klein.
Esel sind grau.
Esel sind nicht so edel wie ein Pferd.

Esel haben aber viele Vorteile:
Esel können viel Gepäck tragen.
Esel sind sehr geduldig.

Wir brauchen viel Geduld in diesen Tagen.
Es ist nicht immer leicht.
Die neuen Regeln anzunehmen fällt schwer.
Vieles im Alltag ist gerade nicht möglich.
Das ist unbequem. Das tut uns weh.
Das ist manchmal langweilig.
Aber mit Geduld und Rücksicht
können wir das schaffen.

Freude und Geduld –
Jesus schenkt uns beides.
Wir dürfen ihn um Freude und Geduld bitten.
Wir dürfen vertrauen:
Jesus kann helfen.
Jesus ist ein König.
Er kennt die Herzen der Menschen.
Jesus kennt auch mein Herz.

Fürbitten

Wir bringen vor Gott unsere Bitten:
+ Gott, wir vertrauen dir.
Wir beten für unsere Wohngruppen und alle Menschen mit Behinderung.
Hilf uns, rücksichtsvoll zu sein.
Hilf uns, Geduld zu haben.
Schenke uns Fantasie und Liebe, damit wir die Freude nicht vergessen. Freude für uns, Freude für die anderen.
Wir bitten dich, erhöre uns!
+ (weitere freie Fürbitten möglich)

Vater unser

Wir beten miteinander (ohne Handfassung)
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot
gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben
unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Lied

„Gottes guter Segen sei mit euch“, Regens Wagner Liederbuch Nr. 131 (singen oder Text beten)

Evtl. Kreatives

Basteln, Ausmalbild, Mandala o.ä.

 

Ritual am 5. Fastensonntag, 29. März 2020:
Jesus macht seinen Freund Lazarus wieder lebendig

Sonntagsritual vom 29.03.2020 zum Download »

Bild: Dieter Bauer / Claudio Ettl /Paulis Mells, Die Bibel in leichter Sprache. Evangelium der Sonnund Feiertage im Lesejahr A © Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH, Stuttgart 2016

 

Lied:

 „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind"
Regens Wagner-Liederbuch Nummer 88

Gebet

Wir beginnen mit dem Kreuzzeichen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Und beten:

Gott, du hast uns gern.
Du liebst uns.
Eine lange Woche liegt hinter uns.
Diese Woche hat uns angestrengt.
So Vieles war anders.
So Vieles war neu.
Heute ist Sonntag.
Wir sind nun beisammen.
Wir freuen uns:
Du bist mitten unter uns.
Wir hören einander zu.
Wir hören dein Wort.
Wir bitten dich:
Schenke uns einen schönen Sonntag.
Stärke unsere Gemeinschaft.
Begleite uns in der neuen Woche.
Du machst uns lebendig.
Dafür danken wir dir,
heute und immer.

Amen. 

Evangelium (nach Johannes)

 Jesus hat einen guten Freund.
Der Freund heißt Lazarus.
Eines Tages ist Lazarus schlimm krank.
Jesus hört:
Lazarus liegt im Sterben.
Jesus sagt:
Lazarus schläft.
Ich will Lazarus aufwecken.
Die Freunde sagen:
Nein, Jesus.
Du sollst Lazarus schlafen lassen.
Schlafen ist gut.
Vom Schlafen wird Lazarus gesund.

Jesus und seine Freunde gehen in das Dorf, wo Lazarus wohnt.
Jesus und seine Freunde kommen zu spät.
Lazarus ist schon 4 Tage tot.
Lazarus ist schon beerdigt.
Jesus fängt an zu weinen.
Jesus hatte Lazarus sehr lieb.
Jesus geht zum Grab.
Jesus sagt zu den Leuten:
Tut den Stein vom Grab weg.

Marta, die Schwester von Lazarus, sagt:Jesus, das geht nicht.
Lazarus ist schon tot.
Jesus sagt noch einmal:
Tut den Stein weg.
Jesus betet.
Jesus ruft laut:
Lazarus.
Komm heraus.
Da kommt Lazarus aus dem Grab.
Lazarus lebt.

(vgl: Johannes 11,1-45)

Impuls

Es gibt Tage, da hängen wir nur herum.
Wir sind müde.
Wir fühlen uns schlapp.
Wir haben keine Kraft.
An einem solchen Tag gelingt uns nicht viel.
An einem solchen Tag packen wir nicht viel an.
An einem solchen Tag geht nichts vorwärts. 

An so einem Tag tut es gut, wenn jemand uns aufweckt:
Komm!
Steh auf!
Pack mit an!
Lass dich nicht gehen!
Wird’s bald?

Es gibt Tage, da trauen wir uns nichts zu.
Es gibt Tage, da fehlt uns der Mut und das Vertrauen.
An einem solchen Tag denken wir oft:
Das schaff ich nicht.
Das kann ich nicht.
Das ist mir alles zu viel, zu schwer, zu groß.
Wie soll ich das nur machen? 

An so einem Tag tut es gut, wenn uns jemand aufmuntert:
Komm!
Du packst das!
Das schaffst Du!
Das wäre doch gelacht!

Es gibt Tage, da ziehen wir uns zurück.
Da wollen wir niemanden mehr sehen.
Da wollen wir nur noch unsere Ruhe.
Da haben wir nur noch einen Wunsch:
Ich möchte allein sein.
Ich möchte ganz für mich sein.

An so einem Tag tut es gut, wenn jemand uns herausholt:
Komm!
Komm heraus!
Komm aus deiner Höhle!
Komm zurück ins Leben! 

Jesus macht Lazarus lebendig.
Jesus will auch mich lebendig machen.
Jesus will, dass ich wieder neue Kraft habe.
Jesus will, dass ich zurück in die Gemeinschaft komme.

Jesus sagt: Komm!
Jesus hat mich lieb!
Jesus hat mich lieb wie Lazarus!
Jesus macht mich lebendig!

Fürbitten

 Wir bringen vor Gott unsere Bitten:

 + Gott, du bist gut.
Wir denken an die Menschen, die sich heute müde und schwach fühlen.
Wir denken an die Menschen, die sich zurückziehen.
Wir bitten:
Lass sie nicht allein.
Weck sie auf.
Mach sie lebendig.

Wir bitten dich, erhöre uns!

+ (weitere freie Fürbitten möglich)

Vater unser

Wir beten miteinander (ohne Handfassung)

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot
gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben
unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Segen

 Lied „Einen Mund, ein gutes Wort zu sprechen"
Regens Wagner-Liederbuch Nummer 137 (singen oder Text beten)

Evtl. Kreatives

Basteln, Ausmalbild, Mandala o.ä.)

 

 

Ritual am 4. Fastensonntag 22. März 2020:
Der blinde Bettler

  Sonntagsritual für den 29.03.2020 zum Download (pdf, 1MB) » 

 Lied:

„Lasst uns miteinander“,  Regens Wagner-Liederbuch Nr. 90

Gebet

Wir beginnen mit dem Kreuzzeichen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Und beten:

Gott du bist gut.
Wir sind heute zusammen.
Wir feiern den Sonntag.
Dieser Tag erinnert uns daran:
Du schenkst uns das Leben.
Du schenkst uns unsere Gemeinschaft.
Wir hören dein Wort.

Wir bitten dich:
schenke uns Mut und Vertrauen.
Wir brauchen deine Nähe und Hilfe.
Du bist immer bei uns.
Dafür danken wir dir,
heute und immer.

Amen.

Evangelium (Joh 9, 1-41)

An einem Sabbat war Jesus mit seinen Freunden bei einem Teich.
Bei dem Teich war ein Mann.
Der Mann war blind.
Jesus sagte zu ihm:
„Ich will dich gesund machen.
Geh zum Teich und wasch deine Augen.“

Der Mann ging zum Teich.
Er wusch seine Augen.
Er konnte seine Augen öffnen und wieder sehen.
Er freute sich von ganzem Herzen.

Impuls

Manchmal sind wir blind.
Blind im Herzen.
Wir können nicht verstehen, warum manche Dinge passieren.
Warum jetzt so viele Menschen krank sind.
Warum wir uns im Alltag so umstellen müssen.
Viele Menschen haben Angst und fragen:
was wird noch passieren?

Der blinde Mann im Evangelium glaubt,
dass Jesus ihn gesund machen kann.
Jesus öffnet seine Augen.
Mit dem Blinden dürfen wir vertrauen:
Gott hilft auch uns, jetzt das Richtige zu tun.
Er öffnet uns die Augen des Herzens.
Dann können wir sehen und erkennen,
was wir füreinander tun können.

Gott lässt uns nicht allein.
Er macht unsere Gemeinschaft stark.

 

 Fürbitten

Wir bringen vor Gott unsere Bitten:

+ Gott, du bist gut.
Wir denken an die kranken Menschen.
Wir denken an die Menschen, die für die kranken Menschen sorgen.
Wir bitten:
Gib ihnen genug Kraft und Gesundheit.
Sie sollen bald wieder zuversichtlich und froh sein.
Wir bitten dich, erhöre uns!

+ (weitere freie Fürbitten möglich) 

 

Vater unser

Wir beten miteinander (ohne Handfassung)

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot
gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben
unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

 

Segen

Lied: „Gott dein guter Segen“, Regens Wagner-Liederbuch Nr. 132 (singen oder Text beten)

 

Evtl. Kreatives (Basteln, Ausmalbild, Mandala o.ä.)