Geschichte des Regens-Wagner-Werks

Mitte des 19. Jahrhunderts nahm sich die Generaloberin der Dillinger Franziskanerinnen, Schwester Theresia Haselmayr, gehörloser Mädchen an und kümmerte sich um deren Erziehung und schulische Bildung.
Sie wurde unterstützt von dem geistlichen Rat Johann Evangelist Wagner, Regens (= Leiter) des Dillinger Priesterseminars.

1847 wurde in Dillingen eine Schule für gehörlose Mädchen gegründet. Knapp 10 Jahre später kam eine „Versorgungsanstalt” dazu, in der junge Frauen nach ihrer Schulzeit Wohnung, berufliche Ausbildung und Arbeit fanden. Diese drei Elemente sind auch heute noch Pfeiler des Dienstleistungsangebotes von Regens Wagner.

Ein Grundsatz Wagners lautete: „Wer uns Arbeit gibt, gibt uns Brot.”
Nach dieser Devise wurde darauf geachtet, dass die hörgeschädigten Frauen sich an ihrem Lebensunterhalt selbst beteiligen.

Neben der Sorge für Menschen mit Hörschädigung lenkte Johann Evangelist Wagner seine Aufmerksamkeit bald auf Menschen mit geistiger Behinderung. Für sie schuf er zusammen mit den Dillinger Franziskanerinnen Lebensraum und Betreuungsmöglichkeiten. So entstanden zu seinen Lebzeiten Regens Wagner Glött, -Zell, -Hohenwart, -Holnstein, -Lauterhofen und -Michelfeld. Später folgten die Gründungen Lautrach, Burgkunstadt, Holzhausen, Absberg, Erlkam und München. Die jüngste Einrichtung entstand im Jahr 2000 in Balatonmáriafürdö (Ungarn).

Mit Ausnahme der Zeit des Nationalsozialismus wuchs Regens Wagner bis heute, immer neu auf der Suche nach zeitgerechten Konzepten, um mit und für Menschen mit Behinderung Lebensperspektiven zu eröffnen. Heute begleitet Regens Wagner über 8.500 Menschen mit Behinderung mit mehr als 6.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Voll- und Teilzeit.

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Regens Johann Evangelist Wagner
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Johann Evangelist Wagner

 

 

Theresia Haselmayr
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